Texas Hold’em Pokerturniere
Jan 05
Obgleich Texas Hold’em als eine der am einfachsten zu erlernenden Varianten des Poker-Sports gilt, muss man auch hierbei gewisse Regeln beachten. So sollte man vor seiner ersten Turnier-Teilnahme, unabhängig davon, ob es sich dabei um Live oder Online Poker handelt, mit den wesentlichen Abläufen eines solchen Turniers beschäftigen und sich so angemessen vorbereiten.
Zu Beginn eines Texas Hold’em Turniers teilt der Dealer an jeden Spieler exakt zwei Karten aus, die als Hole Cards für die Gegner verdeckt gehalten werden. Derjenige, der links vom sogenannten Big Blind sitzt, muss als erster eine Entscheidung treffen und kann zwischen einem Bet und einem Fold wählen. Die darauffolgenden Gegner können sich nun entscheiden, ob sie mitgehen (callen), aussteigen (folden) oder den Einsatz erhöhen (raisen). Da zu diesem Zeitpunkt noch keine Community Card gespielt wurde, gestaltet sich der Preflop häufig als recht schwierig, weil man sein Blatt noch nicht realistisch einschätzen kann.
Dennoch muss man auch während der ersten Wettrunde eines Texas Hold’em Pokerturniers eine Entscheidung treffen, sodass man sich hierbei am besten auf die Statistiken verlässt. Diese geben über die Erfolgschancen eines jeden Startblattes Auskunft und machen so insbesondere Anfängern die Entscheidung für oder gegen die Hole Cards leichter.
In der zweiten Runde, dem Flop, kommen dann erstmals die Gemeinschaftskarten ins Spiel und gestalten das Turnier lebendiger. Nachdem der Dealer die ersten zwei Community Cards, die ebenfalls als Flop bezeichnet werden, offen ausgelegt hat, beginnt die zweite Wettrunde. Der Pokerspieler, der links vom Dealer sitzt, ist in der sogenannten First Position und muss in dieser und allen folgenden Runden als Erster sprechen. Folglich ist die eigene Position bei einem Texas Hold’em Pokerturnier von enormer Bedeutung, schließlich kann man als Erster nicht auf die Aktionen seiner Mitspieler reagieren, sondern muss vorlegen. Das Setzen funktioniert im Flop analog zum Preflop.
Erst wenn alle Spieler gecallt oder sich für einen Fold entschieden haben, gilt der Flop als beendet, sodass sich der Turn anschließen kann. In dieser dritten Wettrunde eines Texas Hold’em Pokerturniers wird eine weitere Gemeinschaftskarte offen in der Mitte des Tisches ausgelegt, die Turn Card. Nun müssen die noch verbliebenen Spieler erneut setzen, bevor schließlich mit dem River die finale Wettrunde beginnen kann. Hierbei wird die letzte Community Card aufgedeckt, wodurch man die Stärke seiner Hand endlich ablesen kann und sich nicht länger auf Spekulationen und Wahrscheinlichkeiten verlassen muss.
Falls nach dem River noch mindestens zwei Pokerspieler im Spiel verblieben sind, findet zusätzlich noch ein Showdown statt. Hierbei handelt es sich um keine gewöhnliche Wettrunde, sondern um den spektakulären Abschluss eines Texas Hold’em Pokerturniers. In dieser Phase werden keine Einsätze mehr getätigt, schließlich muss man während des Showdowns lediglich seine Karten offenlegen, damit der Gewinner des Turniers ermittelt werden kann. Derjenige, der mit seinen beiden Hole Cards und den insgesamt fünf Gemeinschaftskarten die beste Hand bilden konnte, gilt als Sieger und erhält den Pot.
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